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Problem Biofouling in einer Ölraffinerie in Dubai

ISO Oktan Rafinerie Dubai

Die Raffinerie ISO OCTANE in Dubai, VAE ist eine sehr kleine Anlage, die nicht konstant, sondern nur nach  Bedarf genutzt wird. Deshalb ist auch der Kühlkreislauf nicht ständig in Betrieb und wird mit einem Minimum an Wasser in Bereitschaft gehalten, wenn keine Produktion stattfindet.
Bei Routinekontrollen des Kühlwassersystems wurden eine ganze Menge Ablagerungen festgestellt, die sich hauptsächlich aus organischen Stoffen zusammensetzen, dem sogenannten Biofilm. Dieselben Ablagerungen wurden im gesamten System festgestellt.

Das kommt daher, dass ein Flansch oder ein geschlossenes Ventil zwar Teile des Leitungssystems sind, aber weder komplett durchgespült werden, noch komplett austrocknen können. Das sind Toträume, auch genannt Deadlegs, und somit die kritischsten Stellen einer Wasserinstallation. Bereiche in denen kein Wasserfluß ist, sind sehr anfällig für Korrosion und Biofouling. Mit dem Biolfilm in solchen Anlagen ist es, wie man es vom Schimmel an Lebensmitteln kennt. Ist erst einmal eine Stelle im System betroffen, wird dieser Biofilm zu Ablagerungen wachsen und in kürzester Zeit das ganze Wassersystem kontaminieren. Durch Zugabe von Chemikalien oder UV-Licht kann dem Problem dort entgegengewirkt werden, wo Wasser fließt. In den Toträumen zirkuliert kein Wasser, also können dort auch nicht die Chemikalien wirken.

Leitung mit Biofouling
Kühlturm mit Algen

Die allgemeinen Richtlinien der GMP** für Deadlegs* sind in etwa wie folgt genannt: “Kein ungenutzter Teilabschnitt darf größer sein, als das sechsfache des Durchmesser der Leitung gemessen von der Mitte des Rohres.”
Im Rücklauf des Kühlkreislaufes werden Biozide zugeführt, um das Algenwachstum zu stoppen. Trotzdem wurden im Kühlturm nach wie vor Algen gefunden. Diese Algen kommen vom Kühlwasser her und haben das gesamte System kontaminiert. Das Biofouling, auch Biofilm genannt, ist ein schmierige Schicht, die die ganze innere Oberfläche überziehen kann und somit den Temperaturübertrag dämmt, so dass eine Kühlung nicht mehr durchgehenden gewährleistet ist.

Nach einer Vorortbegutachtung, wurde entschieden MERUS Ringe an bestimmten strategischen Stellen im Kühl-wasserkreislauf zu installieren, um mit dem minimalsten Einsatz ein optimales Ergebnis zu erzielen. So konnte die Investition so niedrig, wie möglich gehalten werden.  In den ersten Wochen der Installation lief der Kühlkreislauf mit voller Kapazität, um das System so gut wie möglich gereinigt zu bekommen durch Ausspülen der ganzen Ablagerungen.
Genau nach 2 Monaten wurden dieselben Stellen wieder begutachtet, wie vor der Installation. Es konnte mit blossem Auge gesehen werden, dass viel von den Ablagerungen verschwunden sind und die Innenfläche langsam und stetig beginnt sauber zu werden.
Sogar die alte Korrosion wurde an- und schließlich abgelöst und fand sich im Kalkschlamm am Boden des Kühlturms wieder. Wie lange es letztendlich dauern wird, um die ganze Korrosion abzutragen, kann leider nicht prognostiziert werden.
Die Korrosionsgeschwindigkeit, gemessen in Millimeter pro Jahr, ist in nur 2 Monaten von 8.5 MPY*** auf 1.5MPY gesunken. 

Biofilm mit MERUS nach 2 Monaten beseitigt

 

             *Deadlegs = Toträume

           ** GMP = Good Manufacturing Practice

           *** MPY = Millimeter per Year