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Aufbereitung von Seewasser mit Evaporatoren von "Queen Mary 2" und "Queen Elisabeth 2"

Queen Mary II

"Queen Mary 2" und "Queen Elisabeth 2" gehören beide den Cunard Lines aus England und sind als die First-Class-Luxusliner bekannt. "Queen Elisabeth 2" ist heutzutage ein Hotelschiff mit Liegeplatz in Dubai. "Queen Mary 2" kreuzt während der Sommermonate regelmäßig den Atlantik von Southampton nach New York und fährt während der Wintermonate in der südlichen Hemisphäre.
Es wird sehr viel Trinkwasser benötigt. Allein die "Queen Mary2" kann bis zu 2.600 Passagiere und zusätzlich eine Crew von weiteren 1.500 Menschen befördern. Unabhängig davon gibt es drei Pools und eine Wäscherei auf dem Schiff. Der Luxusliner ist im Schnitt 6 Tage auf freier See. Das benötigte Trinkwasser muss unterwegs produziert werden, da es unmöglich ist diese Menge von Wasser zu transportieren. Die "Queen Mary 2" hat 6 Stück Evaporatoren mit einer Kapazität von je 3.000 Liter pro Stunde hintereinander installiert. Evaporatoren sind sogenannte Wasserverdunster und werden zur Trinkwasserherstellung benötigt. Das allgemein bekannte Problem solcher Systeme ist immer wieder dasselbe. Die Leistung nimmt langsam und stetig ab, weil sich stetig Kalkablagerungen bilden. Der Kalk bildet sich hauptsächlich aus dem Salz (NACl), das im Seewasser zu finden ist und aus Kalziumkarbonat. Das CaCO3 ist als Kalk bekannt und auch im Seewasser zu finden. Kalkablagerungen an der inneren Oberfläche reduziert die Wärmeübertragung, deshalb kann weniger Wasser verdunstet werden. Leistungs- und Produktionsabfall sind die Folgen.

dicke Kalkverkrustungen im Evaporator vor der MERUS Installation sauberer Evaporator nach der MERUS Installation

Wenn die Kapazität ihr Minimum erreicht hat, werden die Evaporatoren manuell gereinigt.  Auch wenn chemische Zusätze zur Verhinderung von Kalk dosiert wurden, verhindern diese leider nicht die Ablagerungen, sondern reduzieren sie im besten Fall. So müssen in jedem Fall alle paar Wochen die Evaporatoren abgeschaltet, geöffnet und mit einer Bürste gereinigt werden.
Ein MERUS Ring wurde an der Hauptleitung des Seewassers installiert und je ein MERUS Ring direkt vor jedem Evaporator. Nach den Installationen wurden die Produktionsmenge genau verfolgt, festgehalten und mit den Daten aus der Vergangenheit verglichen. Dabei zeigte sich, dass die Produktion stabil blieb und nicht mehr stetig weniger wurde, wie vor der Installation.
Die Evaporatoren wurden dann geöffnet, um eine visuelle Inspektion vorzunehmen. Nachdem die visuelle Inspektion die Werte der stabilbleibenden Produktionsmenge bestätigt hat, wurde entschieden, auch die Zudosierung der chemischen Entkalker abzusetzen.
Seit der MERUS Installation auf der "Queen Elisabeth 2" in 2004 und der Installation der "Queen Mary 2" in 2006 bedarf es keinerlei manueller Reinigung mehr bei gleichbleibender Produktion eines jeden Evaporators. Auf beiden Luxuslinern hatte sich die MERUS Installation innerhalb von 4 Monaten amortisiert.