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Kühlwasseraufbereitung ohne Chemikalien

Wie der Name schon vermuten läßt, wird Kühlwasser benötigt, um etwas herunter zu kühlen oder um unerwünschte Wärme abzuleiten. Bei Klimaanlagen wird die Luft gekühlt, ein Produkt wird gekühlt nachdem es einige Heizprozesse durchlaufen hat. Maschinen und ganze Prozesse werden gekühlt, um unerwünschte Hitze abzuleiten.
Es gibt geschlossene Kühlkreisläufe in denen das Kühlwasser zirkuliert und immer wieder verwendet wird, ohne dabei das Kühlwasser zu tauschen. In offenen Kühlkreisläufen findet man einen Kühlturm, der zur Umgebung offen  ist, daher offener Kühlkreislauf. Das Prinzip ist immer dasselbe: es gibt einen Kühlturm oder eine ganze Reihe von Kühltürmen, von welchen das Kühlwasser über ein Leitungssystem zu den Verbrauchern transportiert wird. Diese Verbraucher sind meistens Wärmetauscher, entweder direkt in die Maschine integriert oder aber einzelne Wärmetauscher.
In einem Kühlturm verdunstet ein Teil des Kühlwassers und reduziert auf diese Weise die Temperatur des Kühlwassers: das Wasser benötigt Energie um sich von flüssigförmig in gasförmig umzuwandeln. Diese Energie nimmt es sich aus der Umgebung, also ebenfalls aus dem Wasser und so wird das Wasser abgekühlt. Da nur das Wasser selbst verdunstet, bleiben die anderen Bestandteile des Wassers übrig. Die Konzentration an Feststoffen, wie Salze und Mineralien im übrigen (nicht verdunsteten) Wasser nimmt während dieses Vorgangs immer weiter zu. Das wiederum führt dazu, je mehr Wasser verdunstet, desto höher wird die Konzentration an Feststoffen (TDS*) im Wasser. Je höher das TDS im Kühlwasser, desto anfälliger ist das System für technische Probleme, wie Fouling und Verkalkung. Um derlei zu verhindern  wird ein Teil des Kühlwassers mit Frischwasser ausgetauscht, dieser Vorgang wird  Abschlämmen genannt und findet meistens automatisch statt. Es gibt Grenzwerte für TDS oder Leitfähigkeit, ist der Grenzwert erreicht, wird das Abschlämmventil automatisch geöffnet, um eine bestimmte Menge Kühlwasser abzulassen und durch Frischwasser zu ersetzen.
In nahezu allen Kühlwässern werden chemische Zusätze zugeführt. Es gibt Chemikalien gegen Verkalkung und Ablagerungen. Es gibt Chemikalien gegen Korrosion. Und es gibt Chemikalien gegen biologische Mikroorganismen. Das bedeutet in der Praxis eine ganzer Cocktail von unterschiedlichen Chemikalien werden zudosiert, was einen hohen Aufwand an Service und Kosten bedeutet. Nicht nur die Chemikalien an sich, schlagen hier zu Buche auch in das Equipment, wie Sensoren und Dosiereinheiten muss investiert werden. Diese Dinge müssen beschafft, gelagert, verwaltet und eingesetzt werden.

MERUS arbeitet erfolgreich gegen aufkommende technische Probleme im Kühlwasser mit seinen MERUS Ringen, wie

  • Verkalkung

  • Korrosion

  • mikrobiologische Probleme

Ein nicht zu unterschätzender Nutzen ist auch

  • Einsparung von Wasser

Heute hat MERUS eine Anzahl von bestätigten Anwendungen, bei welchen die kompletten Kühlkreisläufe, also einschließlich aller Kühltürme, Wärmetauscher und  sonstigen Verbrauchern komplett und ausschließlich mit MERUS Ringen betrieben werden. Mit dem beeindruckenden Ergebnis, dass keine Chemikalien mehr in das Kühlsystem gegeben werden und  dadurch keinerlei Probleme im Kühlsystem mehr auftreten. Zusätzlich ist MERUS in der Lage, dass ein Kühlsystem mit einer weit höheren Konzentration(COC**) betrieben werden kann oder mit weit höheren TDS, ohne dass sich Ablagerungen bilden. Diese Möglichkeit des erhöhten TDS ermöglicht eine signifikante Wassereinsparung. Zur Zeit arbeiten wir an Projekten, bei denen 50 % Einsparung an Speisewasser realistisch erreichbar sind. Hierbei ist anzuführen, je schlechter das Einspeisewasser, desto höher die möglichen Einsparungen.

Weitere Informationen finden Sie in unseren Beispielen: Algen im Kühlturm, Biofouling in einer Raffinerie,
Kühlsystem einer RaffinerieKalk im Kühlkreislauf und in der Kalkulation zur Berechnung von
Frischwassereinsparung.

* TDS = Total Dissolved Sediments

** COC = Cycle of Concentration