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Soziales Engagement für Artenvielfalt

15. April 2019

Unsere Idee der Nachhaltigkeit bezieht sich darauf, dass wir alle Teil eines großen Kreislaufs sind. Die Lebewesen in diesem Kreislauf befinden sich in wechselseitiger Abhängigkeit. Das bedeutet, jeder hat seine Rolle und ist wichtig für den Fortbestand des Systems. Wir müssen also leider zugeben, dass selbst die kleinste, nervigste Mücke irgendwie nützlich ist und auch jede Spinne ihre Daseinsberechtigung hat.

Was uns (und vielen Anderen) im letzten Sommer aufgefallen ist, ist dass die Anzahl der Bienen und anderen bestäubenden Insekten abgenommen zu haben scheint. Nun ist es so, dass laut einer "Großen Anfrage" der Grünen an den Landtag in Baden Württemberg, die Anzahl der Bienenvölker stabil ist oder sogar zunimmt. Dank tatkräftiger Imker, deren Zahl mit dem Bewusstsein für die Probleme der Bienen langsam steigt.

BienenstockSo sind zwar alle Bienenarten durch Pestizide, Veränderung der Landschaft und durch Milben und Krankheiten bedroht. Dank den Imkern im Land können diese Probleme bei der Honigbiene aufgefangen werden. Für die Artenvielfalt und die ausreichende Bestäubung der Pflanzen sind jedoch Honig- und Wildbienen notwendig.
Weshalb sind Bienen im allgemeinen so wichtig für uns? Schließlich lässt sich auf Honig alleine gut verzichten. Die Bestäubung von Kulturpflanzen in Europa durch Bienenvölker entspricht nach Angaben der Landesanstalt für Bienenkunde (LAB) an der Universität Hohenheim einem Wert von ca. 65 Milliarden Euro. Das bedeutet, der tatsächliche Wert
der Arbeit der Bienen für alle Pflanzen ist unvorstellbar hoch und lässt sich wissenschaftlich nicht beziffern.

Bienen-Patenschaft

Nach einer Diskussion beim Kaffee über Ökosysteme im Allgemeinen und Bienen im speziellen, entstand im Büro die Idee, die Pflege der einheimischen Bienen zu unterstützen.
Wir haben also im Frühjahr eine Imkerin aus dem Schönbuch (Gebiet südwestlich von Stuttgart) kontaktiert, für eine Bienenpatenschaft. Dabei bezahlt der "Pate" einen mehr oder weniger kleinen Betrag und finanziert so einen Teil der Arbeit für einen Bienenstock. Ziel ist es, die Bedürfnisse der Bienen publik zu machen und so auch auf andere Weise die Artenvielfalt zu fördern. Beispielsweise, indem auch in Städten (sogenannten "versiegelten Flächen") unterschiedliche Wiesenblumen angepflanzt werden.

ImkernZu Beginn der Patenschaft hatten wir Gelegenheit die Bienen und Wiesen im Schönbuch zu besuchen und Fotos von ihnen zu machen. Ein beeindruckender Vormittag! Nicht nur, was die Arbeit von Frau Hafner anbelangt waren wir begeistert. Auch, wie ruhig die Bienen sich im und um den Bienenstock verhalten ist faszinierend. Selbst panischen Mitmenschen wird dort klar, dass kopfloses im Kreis Rennen und Schreien im Angesicht von Bienen nicht notwendig ist :).

Wenn Sie also Lust haben, sich ebenfalls zu beteiligen, kaufen Sie sich einfach einen kleinen Beutel Wiesenblumen-Samen und pflanzen Sie diese in Ihrem Vorgarten oder auf dem Balkon. Bienen-Patenschaften gibt es außerdem überall in Deutschland, um finanziell einen Beitrag zu leisten.

Uns hat die Patenschaft neben neuen Erkenntnissen, hervorragenden Honig und viel Spaß gebracht.

Schlagworte: Engagement GutmenschenausÜberzeugung KleinaberFein Philosophie Regionales SozialesEngagement

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Kommentare

Kommentar von Katrin
geschrieben am 14. Mai 2019 um 14:10 Uhr

Ich hätte nicht erwartet, dass so viele Menschen ihren Blog lesen. Wenn ich mich da täusche wünsche ich Ihnen alles Gute für Ihr Vorhaben.

und wir haben am 14. Mai 2019 geantwortet:

Vielen Dank 🙂


Kommentar von Katrin
geschrieben am 13. Mai 2019 um 19:48 Uhr

so viel soziales Engagement mach schon fast stutzig, vor allem wenn man das in mehreren Blocks breit tritt. Aber vielleicht ist meine Einstellung tue Gutes und schweige darüber auch antiquiert…

und wir haben am 14. Mai 2019 geantwortet:

Liebe Katrin,

vielen Dank für Ihren Kommentar an dieser Stelle. Für uns ist es so, wenn uns ein Projekt oder ein gemeinnütziger Verein gefällt, unterstützen wir das gerne auf verschiedene Arten. Zum einen können wir natürlich finanziell einen kleinen Beitrag leisten. Zum anderen können wir unsere Reichweite nutzen, um auf das Projekt aufmerksam zu machen. Indem wir das also „breit treten“, das heißt, darüber schreiben, helfen wir den Organisationen oder Personen, mit ihrer guten Sache weiterzukommen. Das ist also eine Art Mund-zu-Mund-Propaganda, die dem guten Zweck nützen kann.

Ich wünsche Ihnen einen schönen Tag!



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