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Eindickungszahl Kühlwasser (Cycle of Concentration – COC)

Der Begriff „cycle of concentration“ in deutsch Eindickungszahl wird im Zusammenhang mit Kühlwasser benutzt. In einem offenen Kühlsystem gibt es verschiedene Anlagen, wie Kühlturm, Wärmetauscher oder ähnliches.

Das Wasser zirkuliert ständig im Kühlsystem. Dabei verlässt es den Kühlturm mit einer bestimmten Temperatur und kommt erhitzt zurück. Beim erneuten Abkühlen geht ein Teil des Wassers durch Verdunsten verloren. Dies ist erwünscht, das Verdunsten erzeugt die Kälte.

Ein Nebeneffekt ist, dass die im Wasser gelösten Mineralien zurückbleiben. Im Laufe der Zeit erhöht sich also deren Konzentration in der verbleibenden Kühlflüssigkeit. Das Wasser dickt sozusagen ein. Das kann zu Ablagerungen oder Biofouling im System führen.

Um das zu auszugleichen wird das verdunstete Wasser ersetzt. Immer wieder muss dann der Kühlturm entschlämmt werden. Auf Englisch „blow down“ oder „bleed off“. Es wird die hochkonzentrierte „alte“ Kühlflüssigkeit abgelassen und frische Flüssigkeit (Speisewasser) nachgefüllt. Auf diese Weise kann die Konzentration an gelösten Fremdstoffen gesenkt werden. Ganz einfach durch mischen der unterschiedlich konzentrierten Flüssigkeiten.

Die Eindickungszahl oder „cycle of concentration (COC)“ zeigt den Zusammenhang zwischen Mineralstoffen im Speisewasser und der Konzentration von Mineralstoffen im Kühlwasser.

Beispiel

Das Speisewasser hat einen Wert von 100 TDS (vollständig gelöste Feststoffe) und die Kühlflüssigkeit wird bei 400 TDS entschlämmt. Dann beträgt der COC als Verhältnis der beiden 4. Diese Zahl kann dazu genutzt werden, die notwendige Menge Speisewasser zu ermitteln.