Meine Wurzeln der Nachhaltigkeit

26. November 2020

Ich bin sozusagen nachhaltig groß geworden. Der Grundgedanke war immer, Dinge, die noch gut waren, so lange wie möglich zu erhalten, was letztlich auch beim Recycling eine Rolle spielt. Ein paar Beispiele habe ich hier zusammengetragen, um zu zeigen, wie man auch mit kleinen Gewohnheiten etwas bewegen kann.

Seit ich denken kann, wurde in meinem Heimatort, Altpapier und Alteisen gesammelt. In der ganzen Familie wurde das Papier gesammelt, sauber verschnürt und am Tag der Sammlung auf die Straße gestellt.
Der Musikverein sammelte 3- bis 4-mal im Jahr das Papier im ganzen Ort ein und zweimal das Alteisen. So hat der Musikverein Instrumente, Noten und Reisen finanziert. Zugegeben früher war weit weniger Papier unterwegs als heute.
Inzwischen haben Gemeinden und Landkreise erkannt, dass Altpapiersammeln ein lukratives Geschäft ist, und in den meisten Orten hat die öffentliche Hand das Sammeln selbst übernommen.

Stuhl Merus OfficeMöbel - gelebte Nachhaltigkeit

Es ist mir auch von klein an beigebracht worden, dass man Möbel von verstorbenen Verwandten hervorragend weiterverwenden kann. Sofern sie von guter Stabilität sind und über ein akzeptables Aussehen verfügen.
Dieses Verhalten mag schnelllebigen Möbelhäusern nicht gefallen, schont aber die Umwelt und den Geldbeutel.
Und hier kommt die alte schwäbische Redensart ins Spiel. Übersetzt, in dem man das Alte weiternutzt, benötigt man nichts Neues, man kann das Neue erhalten.
Am Besprechungstisch in unserem Büro sitzen wir auf fast 30 Jahre alten und sehr stabilen Ikea Stühlen. Diese wurden vor 12 Jahren neu bezogen und sehen aus wie Neu. Diejenigen die schon in unserem Büro waren, konnten sich von der sehr guten Qualität überzeugen.  Mancher unserer Besucher hat sich selbst überzeugt, den Stuhl umgedreht  und nachgeschaut.
Heutige Stühle sind anders konzipiert, und  die halten wohl eher keine 30 Jahre. Das moderne Business hat die Nachhaltigkeit verdrängt.

Mein ModegeschmackKleidung - getragene Nachhaltigkeit

Auch was die Kleidung anbelangt, habe ich meine ganz eigene Herangehensweise.  Ganz aktuell wurde errechnet, jeder Deutsche erwirbt  im Durschnitt 60 Kleidungsstücke im Jahr (Quarks, 2019). Das ist mehr als 1 Stück pro Woche!
Da liege ich persönlich sehr weit unter dem bundesweiten Durchschnitt. In den letzten Jahren hat sich mein Gewicht stabilisiert, sodass ich nicht mehr alle 2 Jahre aus meinen aktuellen Klamotten herauswachse, und mir neue besorgen muss. Seit einigen Jahren liege ich stabil bei unter 10 Kleidungsstücken pro Jahr.  Zugegeben, ich kann mir qualitativ hochwertige Produkte kaufen, die halten dann länger  und modische Neuerungen interessieren mich auch nicht. Meine Polo Hemden sind für meinen Geschmack immer in Mode.

Photovoltaik - praktische NachhaltigkeitPhotovoltaik auf Hausdach

So war es nur logisch, dass wir uns schon sehr früh, Anfang 2000, mit Photovoltaik auseinander gesetzt haben.  Wir haben in mehreren Schritten alle verfügbaren Flächen in der Familie mit solchen Anlagen ausgestattet.  Zugegeben die meisten dieser Solaranlagen sind aus steuerlichen Gründen angeschafft worden. Im Ergebnis spielt das aber keine Rolle. In der weiteren Familien produzieren wir heute mehrere tausend Kilowattstunden Ökostrom pro Jahr.
In meinem selbst bewohnten Haus, produzieren wir eineinhalb Mal so viel Strom, wie wir selbst verbrauchen und das trotz eines reinen Elektrofahrzeugs, welches mit dem Solarstrom geladen wird.

Diese persönlichen Erfahrungen stecken natürlich auch im Merus Ring

Der Merus Ring wurde von Beginn an minimalistisch ausgelegt, keine Verschleißteile, keine beweglichen Teile. So wurde von der mechanischen Seite eine große Langlebigkeit erreicht. Der Versieglung des Aluminiums durch Galvanisierung sorgt für einen sehr guten Korrosionsschutz.
Bei der Auswahl des Materials, dem Aluminium, wurde von vornherein auf die Wiederverwendbarkeit des Ringes geachtet. Die Ringe können immer wieder aufgeladen werden. Das gilt solange die Ringe in physisch guten Zustand sind.

Ein weiterer positiver Aspekt des Aluminiums: Ist ein Merus Ring aufgrund mechanischer Beschädigung am Ende seines Zyklus angekommen, wird er recycelt. Der Ring wird eingeschmolzen und kann fast ganz ohne Material- oder Qualitäts- Verluste wieder als Aluminium verwendet werden.

Der lange Weg zur breiten Akzeptanz

Wie das Wiederverwenden älterer Möbel, passt auch der Merus Ring nicht so richtig in das Businessmodel von heute, immer schneller, höher oder weiter.
Der schon bewusst nachhaltige Ansatz war Ende der 90er Jahre der Zeit weit voraus. Erst in den letzten Jahren, zählen nachhaltige Argumente. Wir hoffen das dieser Trend sich fortsetzt und wir unseren Beitrag leisten können.

Schlagworte: Alleranfang CO2neutral Geschichte GutmenschenausÜberzeugung

<< < || > >>



Keine Kommentare

Kommentar schreiben

Ihr Kommentar

Wir möchten Ihnen den bestmöglichen Service bieten. Dazu speichern wir Informationen über Ihren Besuch in sogenannten Cookies. Durch die Nutzung dieser Webseite erklären Sie sich mit der Verwendung von Cookies einverstanden. Detaillierte Informationen über den Einsatz von Cookies auf dieser Webseite erhalten Sie durch Klick auf mehr Informationen An dieser Stelle können Sie auch der Verwendung von Cookies widersprechen.

OK