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(Stille) Wasser sind voller Geheimnisse

3. Dezember 2019

Nun bin ich beim letzten Teil der Blogreihe "Empirisch belegen" angelangt. Nachdem ich über die Bedeutung von Theorien und das "Trial and Error-Prinzip" geschrieben habe, ist jetzt die Praxis dran.
Wasser ist eine "chemische Kuriosität", wie es im Spektrum-Sonderheft so treffend beschrieben wird. Das bedeutet, es verhält sich unter bestimmten Umständen anders, als erwartet.

Anomalien des Wassers

Die bekannteste Anomalie, die das Wasser aufweist, ist sicherlich die Dichteanomalie. Während andere Stoffe zuverlässig an Volumen verlieren, wenn sie abkühlen, verhält es sich hier gänzlich anders. Seine Dichte nimmt nur bis zu einer Temperatur von 4°C zu, wenn es weiter abkühlt, nimmt sie wieder ab. Das Wasser dehnt sich also wieder aus - das ist der Grund, weshalb man darauf achten sollte, Getränkeflaschen rechtzeitig aus dem Gefrierfach zu nehmen.

Es werden allerdings regelmäßig neue Entdeckungen gemacht, was die Eigenschaften von Wasser anbelangt.

So ist es in der Lage, große Mengen an Wärme zu speichern, ohne sich dabei selbst übermäßig zu erhitzen. Das ist beispielsweise in Form des Golfstroms entscheidend für unser Klima.

Eine der aktuelleren Erkenntnisse ist, dass Wasser "klumpig" ist. Die Wassermoleküle bilden untereinander stabile Brücken. Diese Bindungen sorgen dafür, dass im Bereich der Molekülschwingungen stabile Strukturen bestehen, die vermutlich die Wärmeleitfähigkeit des Wassers bestimmen.

Wasser

Wieso ist das wichtig?

Das Leben der Erde ist maßgeblich auf das Vorkommen von Wasser angewiesen. Es ist bei biochemischen Prozessen im Lebewesen entscheidend, es bestimmt unser Klima und macht unseren Planeten zum Lebensraum. Je mehr Eigenschaften des Wassers wir kennen, umso mehr können wir bewusst nutzen.

Noch verstehen wir jedoch nicht alle Eigenschaften und Besonderheiten in Gänze. Es ist zum Beispiel nicht sicher, weshalb Eis glatt ist und wie wir darauf Schlittschuh laufen können. Es ist auch nicht abschließend erklärt, weshalb heißes Wasser schneller gefriert, als kaltes (Mpemba-Effekt). Trotzdem nutzen wir das beispielsweise beim Bereiten von Eisbahnen im Stadion.

Was hat das mit Merus zu tun?

Wenn es um Eigenschaften von Wasser geht, die nicht vollständig erforscht sind, jedoch gezielt genutzt werden können, werden wir hellhörig. Schließlich ist genau das die Basis der Merus Technologie. Wir wissen, dass die Molekülschwingung gezielt beeinflusst werden kann. Wir wissen auch, wie wir auf diese Weise die Löslichkeit der wasserlöslichen Substanzen erhöhen können. Der Raum für unerforschte Zusammenhänge und Eigenschaften ist jedoch riesig. So begnügen wir uns mit dem was wir wissen und nutzen es für die Wasseraufbereitung ohne chemische Zusätze.

Literaturverzeichnis

Lars Fischer: Wasser ist klumpig. Hg. v. Spektrum KOMPAKT (Wasser - die rätselhaften Eigenschaften von H2O). Online verfügbar unterhttps://www.spektrum.de/news/wasser-ist-klumpig/1366449, zuletzt geprüft am 24.10.2019.

Philipp Hummel (2014): Wenn Heißes schneller gefriert. Mpemba-Effekt. Hg. v. Spektrum der Wissenschaft, zuletzt aktualisiert am 27.01.2014.

Warum können wir Schlittschuh laufen? Was wir noch nicht wissen: ARD-Alpha. Online verfügbar unter https://www.br.de/mediathek/video/was-wir-noch-nicht-wissen-warum-koennen-wir-schlittschuh-laufen-av:585dc9163e2f290012a9ada1, zuletzt geprüft am 24.10.2019.

Wolfgang W. Merkel (2010): Immer mehr bizarre Eigenarten beim Wasser entdeckt (DIE WELT). Online verfügbar unter https://www.welt.de/wissenschaft/article8211071/Immer-mehr-bizarre-Eigenarten-beim-Wasser-entdeckt.html, zuletzt aktualisiert am 30.06.2010, zuletzt geprüft am 24.10.2019

Schlagworte: Empirie FAQ WasseraufbereitungohneChemie

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