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Biochemischer Sauerstoffbedarf (BSD/BOD)

Der Biochemische Sauerstoffbedarf (englisch: BOD – Biochemical Oxygen Demand) steht für die Menge an Sauerstoff im Wasser, die benötigt wird, um organische Stoffe abzubauen. Dieser Wert dient als Indikator für die Wasserqualität und ist damit wichtig für die Wasserversorgung im Privatbereich und der Industrie.

Ein hoher BSD deutet auf eine fäkale Kontaminierung oder im Wasser gelösten organischen Kohlenstoff hin. In beiden Fällen ist viel Sauerstoff nötig, um die Verschmutzung abzubauen.

Diese Art der Verunreinigung stellt ein ernst zu nehmendes Gesundheitsrisiko dar und sorgt für Probleme in der Industrie.

Um eine hervorragende Wasserqualität zu gewährleisten, wird diese ständig staatlich überwacht und die Höhe des BSB überprüft. Zu diesem Zweck wurden Grenzwerte festgelegt, beispielsweise in der United Nations Water Conference.

Es gibt zwei Methoden, um den BSD zu messen. Bei beiden Methoden handelt es sich um empirische Tests, die auf Vergleichen und Erfahrungswerten beruhen.

  1. Eine Probe des Wassers wird bei konstanter Temperatur von 20°C im Dunkeln aufbewahrt. Nach einem Zeitraum von fünf Tagen erfolgt die Messung des Sauerstoffgehalts. Im Vergleich zum ursprünglichen Wert zeigt der Sauerstoffverbrauch im Messzeitraum den Sauerstoffbedarf im Wasser an.
  2. Ist ein sehr hoher BSD zu erwarten oder sind andere toxische oder Hemmende Substanzen im Wasser vorhanden, kann die Probe zu Beginn verdünnt werden. Auf diese Weise kann verhindert werden, dass zu wenig Sauerstoff vorhanden ist, um die organischen Stoffe abzubauen. Das würde das Messergebnis verfälschen. Ebenso, wie bei Methode 1 dient jetzt ein Vergleich des Vorher- mit dem Nachher-Wert als Maß für den Sauerstoffverbrauch im Messzeitraum.

Ein alternativer Messwert ist der Chemische Sauerstoffbedarf.